Die fünf rheinischen Projekte 2019

Das GAW Rheinland bewirbt fünf Projekte aus dem Projektkatalog in besonderer Weise.
Zu diesen Projekten gibt es auch sogenannte Projektkärtchen oder Flyer, die diese Projekte mit Bild und Text vorstellen. Sie können über die Geschäftsstelle bezogen werden info@gaw-rheinland.de.

 

Wiederaufbau eines Freizeitcamps nach Waldbrand, Griechenland
Ein Projekt der Griechisch-Evangelischen Kirche in Kalamos

Ein außer Kontrolle geratener Waldbrand zerstörte 2017 das beliebte Freizeitcamp der Griechisch-Evangelischen Kirche in Kalamos rund 50 Kilometer von Athen. Für die Kirche war das ein schwerer Schlag: Seit 1955 nehmen jedes Jahr mehr als 700 Menschen an verschiedenen Angeboten des Camps teil: Familien und Kinder aus den Gemeinden, bedürftige Menschen aus verschiedenen diakonischen Programmen der Kirche und Flüchtlinge. Sofort nach dem Brand begann man mit dem Wiederaufbau des Camps und hat es zügig geschafft, wenigstens Teile des Areals wieder nutzbar zu machen. Bis jedoch das komplette Camp wieder in Betrieb genommen werden kann, bleibt noch viel zu tun.

 

Arbeit mit Geflüchteten, Italien
Ein Projekt der Waldensergemeinde in Trapani

Rund um die sizilianische Stadt Trapani gibt es mehrere Auffangzentren für Einwanderer aus Afrika. Die evangelische Waldensergemeinde von Trapani kümmert sich um die Menschen in diesen Zentren. Sie holt sie zum Gottesdienst ab, begleitet sie bei Behördengängen, unterstützt sie bei der Suche nach Arbeit und verteilt Lebensmittelgutscheine, mit denen sie das recht einseitige Essensangebot der Auffangzentren ausgleichen können. Mehrere der afrikanischen Einwanderer, die in Trapani Arbeit gefunden haben, sind inzwischen auch Gemeindemitglieder geworden. Um ihre Arbeit mit den Einwanderern fortführen zu können, braucht die Waldensergemeinde Unterstützung.

 

Ein Lebensabend in Würde, Kirgisistan
Ein Projekt der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Winogradnoje

Seit 15 Jahren beherbergt das "Haus der Barmherzigkeit" in Winogradnoje in Kirgisistan alte und pflegebedürftige Menschen. Sieben bis neun ältere Frauen leben in diesem Haus und werden rund um die Uhr versorgt. Außrdem werden einmal pro Woche zusätzlich 40 Portionen warmes Essen zubereitet und zu Bedürftigen gebracht. Alfred Eichholz, Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Kirgisistan: "Es ist hart in Kirgisistan, wenn man alt und pflegebedürftig wird und keine Familie hat, die sich kümmern kann. Mit unserem "Haus der Barmherzigkeit" gelingt es uns, die Not Betroffener zu lindern." Um das Haus betreiben zu können, ist die Kirche auf Unterstützung angewiesen.

 

Tagespflege für behinderte Menschen, Serbien
Ein Projekt der reformierten Gemeinde in Subotica

Menschen mit Behinderung sind in Serbien vielfach benachteiligt. Am öffentlichen Leben können sie zumeist nicht teilhaben. Oftmals schämen sich Angehörige aufgrund mangelnder gesellschaftlicher Akzeptanz. Sowohl Behinderte als auch deren Angehörige brauchen Hilfe und Stärkung. Die reformierte Gemeinde in Subotica möchte deshalb eine Tagespflege für behinderte Menschen aufbauen. Pfarrer László Harangozó: "Mit dieser Tagespflege können wir einen wichtigen und wirksamen Dienst in unserer Stadt leisten." Räume sind vorhanden, doch einige Umbauten sind notwendig. Die Gemeinde bittet um Unterstützung.

 

Medizinische Grundversorgung und lebenswichtige Medikamente, Venezuela
Ein Projekt der Acción Ecumenica in Caracas

Venezuela steckt in einer tiefen politischen und wirtschaftlichen Krise. Die Gewalt eskaliert. Die Inflation ist hoch, mehr als eine Million Prozent Teuerung waren es in 2018. Lebensmittel sind knapp und unerschwinglich. Millionen Venezolaner haben das Land verlassen, leben als Flüchtlinge in den Nachbarstaaten. Viele der Zurückgebliebenen verhungern und sterben an eigentlich heilbaren Krankheiten, weil es keine Medikamente mehr gibt. Die Acción Ecumenica in der Hauptstadt Caracas bietet betroffenen Menschen eine medizinische Grundversorgung und beschafft lebenswichtige Medikamente. Ohne internationale Hilfe ist das unmöglich.